LTE, WLAN, Elektrosmog (Foto: ©Zaozaa09)

LTE, WLAN, Elektrosmog

Wieviel Strahlung ist zu viel?

23. November 2017

Neue Gedankenräume erobern.

Tatsachen? Information zur Veranstaltungsreihe

"Tatsachen? Forschung unter der Lupe" präsentiert aktuelle und kontroverse Wissenschaftsthemen. Experten und Forscherinnen nehmen dabei unterschiedliche Positionen zu den Themen ein, sie diskutieren untereinander und mit dem Publikum.

Die Reihe startete im Mai 2009 mit dem Thema "Wie viel Impfung muss sein?". Seitdem finden jährlich zwischen vier und zehn Veranstaltungen statt. Bis Ende 2016 haben wir gemeinsam mit den beteiligten Institutionen im Rahmen der Reihe 55 wissenschaftliche Fragestellungen unter die Lupe genommen: Unter anderem wie wir uns auf dem wissenschaftlichen Weg zur Wahrheit empor irren (2010) und ob Glück wirklich reine Glückssache oder erlernbar ist (2011). In der Diskussion um den Einsatz von Ritalin haben wir gefragt, warum Philipp nicht mehr zappeln darf (2012). Den Verlust der Nacht an die zunehmende Lichtverschmutzung haben wir ebenso thematisiert (2013) wie die Rolle der Wissenschaft bei Nutztierhaltung im Spannungsfeld zwischen Tierwohl und Billigfleisch (2014). Fragestellungen aus den Jahren 2015 und 2016 waren beispielsweise: "Verkehr der Zukunft – wie mobil wollen und können wir sein?" und "Flucht und Zuwanderung – Wovor haben wir Angst?".

Die Konzeption der Reihe erfolgte in den Anfangsjahren gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Seit 2014 sind weitere wechselnde Forschungseinrichtungen aus der Region hinzugekommen (s. linke Spalte).

LTE, WLAN, Elektrosmog Wieviel Strahlung ist zu viel?

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Per Smartphone können wir überall telefonieren und haben immer und überall Zugriff auf das Internet, drahtlos, bequem, ganz ohne lästige Kabel. Drahtlose Datenübertragung bedeutet allerdings auch: immer mehr Strahlenquellen. Mobilfunkmasten sorgen für die Abdeckung mit schnellem Internet und Handyempfang an jedem Ort. Zuhause versorgen uns Router mit WLAN und das schnurlose Telefon liegt auf dem Nachttisch.

Die große Angst vieler Menschen war und ist, dass all die vielen hochfrequenten elektromagnetischen Felder möglicherweise gesundheitsschädigend sind. Immer wieder wurde ihre Wirkung auf den menschlichen Körper untersucht. Nach dem jetzigen Stand von Wissenschaft und Technik geht vom Mobilfunk jedoch keine Gefahr aus. Für eine Beurteilung der Langzeitwirkungen ist die Technologie allerdings noch zu jung.

Wir diskutieren mit unseren ExpertInnen auf dem Podium, was wir über die Wirkung von Mobilfunk und WLAN auf den Körper wissen und was nicht, und wie man die Strahlenbelastung senken kann.

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Angst vor Strahlung ist weit verbreitet. Und tatsächlich – unsere Welt ist durchdrungen von ihr. Es gibt natürliche Strahlung – UV-Strahlung beispielsweise ist ein Bestandteil des Sonnenlichts, die kosmische Hintergrundstrahlung durchdringt das gesamte Universum und natürlich vorkommende radioaktive Strahlung in niedriger Dosis ist ein Nebenprodukt von Zerfallsprozessen gewisser Elemente.

Aber immer mehr Technologie in unserem modernen Leben hat uns zahlreiche weitere Strahlenquellen beschert. Die größten Ängste verursacht gesundheitsschädliche radioaktive Strahlung, die beispielsweise nach Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima in gefährlichen Ausmaßen freigeworden ist. Es gibt weitere Strahlungsquellen, die uns im alltäglichen Leben umgeben: Hochspannungsmasten, Radio- und TV-Signale, Mikrowellenherde, Funktelefone sind seit einigen Jahrzehnten präsent, nach dem Siegeszug von Mobilfunk und mobilem Internet sind es auch noch Abertausende Mobilfunkantennen, die landesweit einen permanenten Zugang zu mobiler Telefonie und Internet garantieren. All diese Strahlungsquellen werden häufig umgangssprachlich als „Elektrosmog“ bezeichnet. Unter Smog versteht man normalerweise Schadstoffpartikel in der Luft, der Vergleich ist physikalisch betrachtet unkorrekt, weil es keine „Strahlungspartikel“ in Luft gibt. Dennoch bleibt die Frage, ob Elektrosmog genauso gesundheitsschädlich ist wie Abgassmog.

Zunächst: Strahlung ist nicht gleich Strahlung, entscheidend ist, wie energiereich sie ist. Hochenergetische Strahlung bewirkt Effekte auf lebendes Gewebe. Sehr energiereiche Strahlung wie beispielsweise radioaktive Strahlung ist in der Lage, in die Zellen eines Körpers einzudringen und dort Elektronen aus den Atomen herauszuschlagen. Die Folge ist eine massive Schädigung des lebenden Gewebes. Experten sprechen in diesem Fall von „ionisierender“ Strahlung. Weitere Beispiele für ionisierende Strahlen sind UV-Strahlung oder Röntgenstrahlen.

Die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks gehören zum Bereich der sogenannten nicht ionisierenden Strahlung. Ebenso WLAN, Radio- und Mikrowellen. Ihre Energie reicht nicht aus, um Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauszuschlagen. Doch heißt das auch, dass Mobilfunk und Co. wirklich ungefährlich sind? Dies wird seit Jahren in vielen Studien untersucht. Und genau diese Frage wollen wir uns in unserer Diskussionsrunde „LTE, WLAN, Elektrosmog – wieviel Strahlung ist zuviel?“ widmen. Die geladenen Experten werden zu gängigen Fragen Stellung nehmen: Ist Telefonieren mit dem Smartphone am Ohr gefährlich? Muss man Angst vor Mobilfunkantennen haben? Wie nah darf man an dem WLAN-Router sitzen?

Matthias Hampe ist Professor für Elektromagnetische Verträglichkeit und Hochfrequenztechnik an der Ostfalia in Wolfenbüttel. Er misst unter anderem die Stärke von Mobilfunksendern in ganz Deutschland und hat eine interaktive Karte mit Feldstärken erstellt. Dr. Gunde Ziegelberger vom Bundesamt für Strahlenschutz ist Leiterin der Arbeitsgruppe "Exposition, Wirkungen und Risiken durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder“. Sie kennt die Studienlage zu der Debatte genau. Und Dr. Thomas Kleine-Ostmann von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig ist dafür verantwortlich, dass Geräte die Strahlung überhaupt korrekt messen. Außerdem hat er auch die Wirkung verschiedener Strahlungsarten auf lebende Zellen untersucht.

Referenten

Dr. Gunde Ziegelberger (Foto: ©Privat)
Dr. Gunde Ziegelberger
Bundesamt für Strahlenschutz
Prof. Dr. Matthias Hampe (Foto: ©Ostfalia Hochschule)
Prof. Dr. Matthias Hampe
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
PD Dr. Thomas Kleine-Ostmann (Foto: ©Physikalisch-Technische Bundesanstalt )
PD Dr. Thomas Kleine-Ostmann
Physikalisch-Technische Bundesanstalt

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Schöne neue Arbeitswelt? Sinn und Selbstbestimmung in Zeiten des Strukturwandels

19. Oktober 2017
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Arbeit verändert sich. Auf der einen Seite erleben wir eine zunehmende Digitalisierung, Beschleunigung und Verdichtung von Arbeit. Auf der anderen Seite entwickeln sich neue Formen der Unternehmensführung. Im Spannungsfeld steht der Arbeitnehmende, dessen Bedürfnis nach Sinnhaftigkeit und Gestaltungsmöglichkeit wächst. Dabei stehen der Verlockung von Flexibilität und Selbstbestimmung oft prekäre Arbeitssituationen und Selbstausbeutung gegenüber.

Wir wollen diskutieren, wie einerseits ArbeitgeberInnen unter den veränderten Rahmenbedingungen gute Arbeitsbedingungen schaffen können. Und wie andererseits ArbeitnehmerInnen Leistung und Wohlbefinden miteinander in Einklang bringen können.

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Unser Arbeitsleben hat sich grundlegend geändert. Im Wirtschaftswunderland Deutschland der 50er Jahre war es üblich, bei einem Unternehmen jahrzehntelang angestellt zu sein, oft blieb die erste Anstellung im Leben zugleich auch die einzige. Die dauerhafte unbefristete Vollzeitbeschäftigung war damals die Normalität.

Das hat sich grundlegend geändert. Junge Menschen sind es gewohnt, ihren Job mittlerweile alle zwei Jahre zu wechseln. Ganz einfach, weil dauerhafte unbefristete Stellen seltener werden. Die vollständige Integration in die sozialen Sicherungssysteme und die dauerhafte Identifikation mit einem Unternehmen bröckeln. Seit den 80er Jahren hat die Politik den Arbeitsmarkt dereguliert und befristete Stellen, Leiharbeit, Minijobs und Scheinselbstständigkeit haben zugenommen. Spätestens seit den Hartz-Gesetzen in den 2000er-Jahren hat sich diese Entwicklung beschleunigt. Während 1991 nur 4,4 Millionen Menschen befristet, in Teilzeit, geringfügig oder als Leiharbeiter beschäftigt waren, erreichte deren Zahl im Jahr 2011 mit über acht Millionen ihren Höhepunkt - eine Zunahme von 81 Prozent.

Der Druck des Arbeitsmarktes auf den Arbeitnehmer nimmt zu, und damit der Stress. Am Arbeitsplatz selbst sind die Hauptstressfaktoren oft zu hohes Arbeitspensum, Termindruck, Arbeitsunterbrechungen, schlechte Personalführung und die Informationsflut. Insbesondere durch die Digitalisierung und Email-Kommunikation wird von vielen Arbeitnehmern heutzutage Dauerverfügbarkeit erwartet.

Das eine Berufstätigen-Extrem ist der Angestellte, der unter hoher Arbeitslast leidet, ständig um seinen Job bangt und sich die Sinnfrage stellt, inwieweit er sich in der Organisation selbst verwirklichen kann. Oder - das andere Extrem - er verwirklicht sich als einer von immer mehr Selbstständigen hierzulande, dafür trägt er jedoch ganz alleine die gesamte Last der Verantwortung für die finanzielle und soziale Absicherung, was nicht selten zu massiver Selbstausbeutung führt.

Das alles hat Folgen: In einer aktuellen repräsentativen Befragung der Techniker-Krankenkasse (TK-Studie 2013) geben 70 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, manchmal oder häufig gestresst zu sein. Rund die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass der Job dafür die Ursache ist. Wird der Stress zum Dauerzustand, kann er in Erschöpfungszustände münden: Burnout, Depression. Seit 1994 haben die Arbeitsunfähigkeits-Tage wegen psychischer Erkrankungen um 91 Prozent zugenommen - das ist nahezu eine Verdoppelung. Psychische Belastungen sind inzwischen Ursache Nummer eins für Frühverrentungen, die im Schnitt mit 48,3 Jahren erfolgt. Bereits jeder fünfte Arbeitnehmer leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen - von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt.

Wir wollen diskutieren, wie Arbeitgeber unter den veränderten Rahmenbedingungen gute Arbeitsbedingungen schaffen und wie Arbeitnehmer Leistung und Wohlbefinden miteinander in Einklang bringen können. Unsere Gäste an diesem Abend bringen dabei verschiedene Perspektiven auf das Thema ein: Dietrich von der Oelsnitz ist Professor für Organisation und Führung an der Technischen Universität Braunschweig. Er leitet dort das Institut für Unternehmensführung, und erforscht, wie Firmen Arbeitsprozesse den Umgang mit ihren Angestellten verbessern können. Christine Müller ist eine von vier GeschäftsführerInnen und Gründerinnen der Gärtner Datensysteme GmbH & Co. KG, Braunschweig, ein Internetprovider für Unternehmen. Ihren Idealismus, sagt Frau Müller, habe sie sich bewahrt. In ihrem Betrieb läuft einiges anders. Karin Leven ist Organisationsberaterin und Coach - sie kennt die Belange und Wünsche von Arbeitgebern und -Nehmern und berät beide Seiten.

Referenten

Christine Müller (Foto: ©Joachim Beggerow )
Christine Müller
Gärtner Datensysteme GmbH & Co. KG

Ihr Statement: "Teilzeitarbeit: Geht nicht gibt's nicht."

Karin Leven (Foto: ©privat)
Karin Leven
Personal- und Organisationsentwicklung, Coaching

Ihr Statement: "Vom "muss" zum "will" - unsere Gestaltungsmöglichkeiten sind oft größer als wir denken."

Prof. Dr. Dietrich von der Oelsnitz (Foto: ©privat)
Prof. Dr. Dietrich von der Oelsnitz
Technische Universität Braunschweig, Institut für Unternehmensführung, Lehrstuhl für Organisation und Führung

Sein Statement: "Unternehmen legen nicht immer genug Wert auf eine gesundheitssensible Arbeitsorganisation."

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Schule Besser als ihr Ruf?

28. September 2017
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Das Thema Schule weckt viele Emotionen, denn wir alle waren einmal SchülerInnen, viele von uns haben Schulkinder und wir kennen LehrerInnen.

Seit Jahren erproben die Schulen verschiedene Unterrichtsmethoden und Lernbedingungen: kleinere Klassen, altersgemischte Lerngruppen oder doch lieber das Lernen mit einem gewissen Leistungsdruck?

Was bringen all diese Konzepte wirklich? Was ist guter Unterricht? Und: Sind es allen Reformen zum Trotz am Ende doch die LehrerInnen, die den größten Anteil am Lernfortschritt tragen, wie eine Auswertung tausender Bildungsstudien zeigt?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!

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Spätestens seit der Pisa-Studie im Jahr 2001 ist Bildung in Deutschland ein Thema, das die Gesellschaft bewegt. Seit dem „Pisa-Schock“ hat sich viel getan, in nachfolgenden Studien haben sich die Ergebnisse deutscher Schüler über die Jahre hinweg kontinuierlich verbessert. Nichtsdestotrotz bleibt Bildungspolitik ein Thema zu dem viele eine Meinung haben und glauben, es besser zu wissen als ausgebildete Pädagogen. Symptomatisch dafür ist das medienwirksame Auftreten selbsternannter Bildungsexperten wie Richard David Precht, Gerald Hüther oder Jesper Juul, die immer wieder „Bildungsrevolutionen“ fordern und mit großem Erfolg Bücher verkaufen, in denen sie ihre Patentrezepte für eine bessere Schule anpreisen. Wissenschaftlich fundierte Belege für deren Überlegenheit bleiben sie jedoch schuldig.

Einer aber blieb diese Belege nicht schuldig: Der neuseeländische Bildungsforscher John Hattie, Professor für Erziehungswissenschaften und Direktor des Melbourne Education Research Institute an der University of Melbourne (Australien), analysierte über viele Jahre hinweg Hunderte von wissenschaftlichen Studien aus der Unterrichtsforschung, bei denen insgesamt 250 Millionen Schüler beteiligt waren. In seiner Meta-Analyse wertete Hattie schließlich unterschiedlichste Unterrichtskonzepte hinsichtlich ihres Lernerfolgs aus – und erhielt am Ende eine Art Best-Practice-Anleitung für guten Unterricht. Dabei kamen einige überraschende Erkenntnisse zutage, die alten Überzeugungen und lange Zeit Geglaubtem widersprachen, dieses Mal jedoch fußend auf wissenschaftlich-empirischer Evidenz.

Zentrale Erkenntnis der Hattie-Studie: Die Arbeitsweise und die Persönlichkeit des Lehrers sind einer der wichtigsten Faktoren für den Lernerfolg. Entscheidend ist, dass der Lehrer sich immer wieder Feedback bei den Schülern einholt und den Lernerfolg überprüft. Weitere Erkenntnisse: Lehrergeleiteter Unterricht wirkte sich positiver auf Lernerfolg aus als offenere Lernformen, Gruppenarbeit und jahrgangsübergreifender Unterricht. Besonders überraschend: Kleinere Klassen und bessere finanzielle Ausstattung der Schule hatte kaum Auswirkungen auf den Lernerfolg.

Wir diskutieren bei unserer Veranstaltung „Schule – besser als ihr Ruf?“ mit den beiden Schulleiterinnen Ursula Hellert, Ilona Gerhardy-Grotjan, dem Bildungsforscher Marcus Friedrich und dem Bildungspolitiker Christoph Bratmann über die Erkenntnisse der Hattie-Studie, ihrer Umsetzung in den Schulen und den noch zu bewältigenden Problemen und Herausforderungen dabei. Diskutieren Sie gerne mit! Im Anschluss an die einstündige Podiumsdiskussion stehen alle ReferentInnen und Referenten wie immer Ihren Fragen Rede und Antwort.

Autor: Jens Lubbadeh

Referenten

Ursula Hellert (Foto: ©CJD Braunschweig)
Ursula Hellert
Gesamtleiterin des CJD Braunschweig

Ihr Statement: „Der Mensch ist als lernendes Wesen geschaffen. Darum ist für das System Schule das Beste gerade gut genug.“

Ilona Gerhardy-Grotjan (Foto: ©Tobias Müller)
Ilona Gerhardy-Grotjan
Schulleiterin der Hoffmann-von Fallersleben-Schule

Ihr Statement: "Leidenschaftliche Lehrer machen Schule gut."

Dr. Marcus Friedrich (Foto: ©Foto Artmann)
Dr. Marcus Friedrich
Institut für Pädagogische Psychologie, Technische Universität Braunschweig

Sein Statement: "Schule ist ein komplexes System auf das viele Variablen einwirken und von dem wir uns viele Ergebnisse erhoffen. In vielen Bereichen steht die Forschung dazu erst am Anfang."

Christoph Bratmann (Foto: ©privat)
Christoph Bratmann
Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Sein Statement: "Schule kann heutzutage nicht mehr nur darauf ausgelegt sein, den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Stoff zu vermitteln, sondern es geht darum Zugänge zu ermöglichen."

 

 

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Mobilität Automatisiert - vernetzt - intermodal

15. Juni 2017
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Digitalisierung heißt der Wandel unserer Zeit. Für Reisende soll sie mehr Flexibilität, Komfort und Schnelligkeit bringen. Busse fahren ohne festen Fahrplan, wann und wo die Fahrgäste ihn bestellen – vielleicht sogar ohne Fahrer. Dienstreisende arbeiten auf der Autobahn, Autos „sprechen“ Spurwechsel miteinander ab und fahren gleiche Wege aneinandergekoppelt. Wenn doch mal Stau ist, steigt man spontan in den nächsten Zug – eine App mit aktuellen Infos aller Verkehrsträger kennt immer den besten Weg. Solche Szenarien werden möglich dank Automatisierung, Vernetzung und Intermodalität. Doch wie weit sind wir technisch davon noch entfernt? Wie versteht sich ein automatisiertes Auto mit einem herkömmlichen? Können digitale Angebote das Leben auf dem Land schöner machen? Und wie verändert digitale Mobilität das Leben in den Städten?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit!

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Wachsende Städte, der Klimawandel, sich ändernde Lebens- und Arbeitsformen und neue Technologien beeinflussen unsere Mobilität. Der motorisierte Individualverkehr, der derzeit noch alles dominiert, überfordert die Infrastruktur, insbesondere in der Stadt und macht sich als Stau und Parkplatznot bemerkbar. Hohe Feinstaubbelastung und CO2-Emissionen überfordern zudem Gesundheit und Umwelt. Gefragt sind neue Mobilitätskonzepte, die den drohenden Verkehrskollaps verhindern und zudem nachhaltiger sind.

Mobilitätsforscher erhoffen sich durch die Digitalisierung eine Verkehrswende. Sie wollen dadurch verschiedene Verkehrssysteme intelligent miteinander vernetzen. So sollen Smartphone-Apps künftig für Reisende aus Bus, Bahn, Auto und Fahrrad eine optimale Mobilitätskette errechnen, die sie von A nach B bringt - ohne Stau, ohne Anschlusslöcher, ohne Tarifdschungel.

Zusätzlich arbeiten Wissenschaftler daran, den Individualverkehr zu automatisieren: Autos sollen selbst fahren, damit Reisende die Zeit im Auto für andere Tätigkeiten nutzen können, beispielsweise um zu arbeiten oder zu lesen. Auch autonome Busse sind denkbar, die per App bestellt werden können und ihre Fahrgäste einsammeln - auf der für alle optimalen Route. Vernetzt man die Autos und Busse zudem, kann man künftig darüber auch Staus vermeiden. Und wenn doch mal Stau ist, steigt man spontan in den nächsten Zug - eine App mit aktuellen Infos aller Verkehrsträger kennt den besten Weg.

Diese Entwicklung könnte unser Verhältnis zum eigenen Auto grundlegend ändern. Wenn man jederzeit Zugriff auf automatisiertes Carsharing hat, benötigt man womöglich gar kein eigenes Auto mehr. Jedenfalls im Ballungsraum Stadt. Anders aber stellt sich die Situation auf dem Land dar, wo der öffentliche Verkehr noch große Lücken aufweist und man noch kaum auf das eigene Auto verzichten kann.

Der Verkehr der Zukunft wirft zudem viele Fragen auf: Wie versteht sich ein automatisiertes Auto mit einem herkömmlichen? Wie kompliziert wird Mobilität durch die Digitalisierung - werden ältere Menschen ausgeschlossen? Wie sicher sind vernetzte, autonome Autos gegenüber Hackerangriffen? Und wie gläsern werden Bürger, wenn man jede ihrer Bewegungen in einem digitalisierten Verkehrsnetz künftig erfassen kann?

Referenten

Prof. Dr. Frank Köster
Prof. Dr. Frank Köster
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt


Sein Statement:
"Automatisiertes und vernetztes Fahren wird zum Kernelement unserer Mobilität von morgen werden."

Prof. Dr. Thomas Siefer
Prof. Dr. Thomas Siefer
Technische Universität Braunschweig


Sein Statement:
"Der Zuzug in die Städte erfordert für die Städte Konzepte mit immer weniger individueller Mobilität, nur so können die Städte lebenswert bleiben."

Prof. Dr. Jorge Marx Gómez
Prof. Dr. Jorge Marx Gómez
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Antibiotika Unterwegs auf Reserve

18. Mai 2017
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Als Antibiotika vor 100 Jahren entdeckt wurden, verloren Krankheiten wie Tuberkulose, Cholera und Syphilis auf einen Schlag ihren Schrecken. Doch unsere Waffe wird stumpf, weil Bakterien resistent werden.

In Krankenhäusern tauchen immer häufiger Keime auf, denen man nicht einmal mehr mit Reserveantibiotika beikommen kann. Es ist ein globales Problem, denn resistente Erreger kümmern sich nicht um Grenzen.Die Ursachen sind vielfältig: Antibiotika werden häufig unnötig eingenommen, in vielen Ländern sind sie zudem freiverkäuflich.

Ihr Einsatz in der Tiermast produziert resistente Erreger, die über das Fleisch auf uns übergehen. Müssen wir nun die alten Krankheiten wieder fürchten? Oder können wir das Problem lösen? Wie bündelt man Maßnahmen - auch auf globaler Ebene?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit.

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Antibiotika waren eine der größten Erfindungen des letzten Jahrhunderts, sie nahmen bakteriellen Infektionskrankheiten wie Cholera, Tuberkulose, Syphillis den Schrecken. Aber die Evolution schläft nicht, die Bakterien haben nachgerüstet und Resistenzen gegen auch die stärksten Antibiotika entwickelt. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Einer der Hauptgründe ist der häufig noch zu leichtfertige und oft auch falsche Einsatz von Antibiotika. Ärzte verschreiben diese Präparate immer noch zu häufig und viele Patienten wissen immer noch nicht, dass Antibiotika nur gegen Bakterien und nicht gegen Viren wirken. Auch der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast produziert zusätzlich resistente Keime.

Die alten Waffen werden zunehmend stumpf und es kommen zuwenig neue hinzu. Der Grund: Für die Pharmakonzerne ist es nicht lukrativ genug, neue Antibiotika zu entwickeln. Ein neuer Wirkstoff wird häufig als Reserve zurückgestellt und spielt für den Konzern kaum Geld ein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte daher bereits vor einem "post-antibiotischen Zeitalter": Im 21. Jahrhundert könnten "verbreitete Infekte und harmlose Verletzungen wieder tödlich sein".

Vor allem in Krankenhäusern machen sich resistente Keime bemerkbar. Ohnehin schon geschwächte Patienten können sich dort mit multiresistenten Erregern wie MRSA und ESBL infizieren, was tödlich enden kann. Genaue Zahlen hat niemand, weil es schwierig ist zu belegen, ob ein resistenter Erreger die Todesursache war oder nur eine Begleiterscheinung - aber die Bundesregierung spricht von rund 15.000 von multiresistenten Erregern verursachten Todesfällen pro Jahr in Deutschland. Sie hat einen Zehn-Punkte-Plan entwickelt, um das Problem einzudämmen. Zentral ist dabei die Einhaltung strengerer Hygienemaßnahmen in den Krankenhäusern und einer besseren Überwachung der Antibiotika-Verordnungen und ihres Einsatzes in der Tiermast. Viele Maßnahmen sind erforderlich, um das Problem in den Griff zu kriegen - nicht nur auf nationaler Ebene, denn resistente Erreger kümmern sich nicht um Grenzen. Besonders dramatisch ist die Lage in Schwellenländern. Mit unseren Gästen diskutieren wir das Problem in all seinen Facetten: Chefarzt Wilfried Bautsch berichtet von der Lage in der Klinik. Die Tierärztin Kristina Kadlec vom Friedrich-Löffler Institut erläutert, warum Antibiotika in der Tiermast problematisch sind. Mark Brönstrup vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelt neue Wirkstoffe und berichtet, warum es so lange dauert, bis wir neue Antibiotika haben. Und der Gesundheitspolitiker Christos Pantazis erklärt, was die Politik gegen die sich ausbreitenden Resistenzen tun kann. Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und diskutieren Sie mit!

Referenten

Prof. Dr. Mark Brönstrup
Prof. Dr. Mark Brönstrup
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung


Sein Statement:
„Die Erforschung und Entwicklung ganz neuer Antibiotika muss dringend intensiviert werden, um der Resistenzproblematik effektiv begegnen zu können.“

Dr. Christos Pantazis
Dr. Christos Pantazis
Mitglied des Niedersächsischen Landtags


Sein Statement:
"Die Entstehung und Verbreitung resistenter Bakterienstämme ist eine Gefahr sowohl für den Einzelnen als auch für die öffentliche Gesundheit und kann zu erheblichen Belastungen für das Gesundheitssystem führen."

Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch
Prof. Dr. Dr. Wilfried Bautsch
Städtisches Klinikum Braunschweig


Sein Statement:
„Antibiotika sind lebensrettend, aber man muss sie gezielt einsetzen, weil sie sonst ihre Wirkung verlieren.“

Kristina Kadlec, PhD
Kristina Kadlec, PhD
Friedrich-Loeffler-Institut


Ihr Statement:
„Wer bei Antibiotikaresistenz als erstes an die Tiermast denkt, sucht nicht nach Lösungen, sondern nach Schuld.“

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

Fake News Eine Gefahr für die Demokratie?

27. April 2017
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Dieses Jahr stehen Bundestagswahlen an und viele haben ein ungutes Gefühl dabei. Denn noch nie war es so leicht, Menschen mit gezielten Unwahrheiten zu beeinflussen wie heute. Fake News verbreiten sich über Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook rasant.

Neu ist, dass dies selbst von hochrangigen Politikern wie US-Präsident Donald Trump mittlerweile ganz offen praktiziert wird. Dazu kommen Computerprogramme, die auf diesen Kanälen wie menschliche NutzerInnen agieren und die öffentliche Meinung beeinflussen, sogenannte Social Bots.

Worauf sollen wir unsere Meinung stützen, worauf vertrauen? Wie gehen die klassischen Medien damit um? Und wie gefährlich sind diese Entwicklungen für unsere Demokratie?

Kommen Sie ins Haus der Wissenschaft und reden Sie mit.

Wollen Sie mehr erfahren? Dann lesen Sie hier unsere ausführliche Version!

Dieses Jahr stehen in Frankreich und in Deutschland Wahlen an – ausgerechnet zu einer Zeit, wo es noch nie so leicht war, Menschen mit gezielten Unwahrheiten zu beeinflussen. Propaganda und Fake News verbreiten sich über Social-Media-Kanäle wie Twitter und Facebook rasant, oftmals werden sie gar nicht mehr von echten Menschen in die Welt gesetzt, sondern von sogenannten Social Bots, Computerprogrammen, die in sozialen Netzwerken vorgeben, reale Nutzer zu sein und auf diesen Kanälen Meinung im Sinne ihrer Erschaffer beeinflussen sollen.

Besonders deutlich wurde das bei der Brexit-Diskussion und dem letzten US-Wahlkampf, wo Social Bots bereits zum Einsatz kamen. So ermittelten Forscher, dass nur rund 60 Prozent der Follower von Donald Trump und Hillary Clinton echte Menschen waren – der Rest waren Computerprogramme. Ihr Ziel: Den politischen Gegner diskreditieren, Masse erzeugen, um eine Meinung zu verstärken, Statistiken verdrehen, Stimmungen erzeugen, Menschen verunsichern – oft mithilfe von Lügen und kompromittierendem Material aus Cyberangriffen.

Die Unterschiede zwischen den Bots sind sehr groß. Im einfachsten Fall beschränkt sich das selbständige Handeln dieser Roboter darauf, vorgefertigte Nachrichten zu versenden. Komplexere Bots sind aber auch in der Lage, mit echten Nutzern zu interagieren und eigenständig neue Texte zu generieren. Da die normale Kommunikation in den sozialen Netzwerken in der Regel nicht besonders komplex ist, fallen aber auch die primitiven Bots häufig nicht auf.

Es existiert bereits eine regelrechte Schattenwirtschaft. Man kann Bots auf dunklen Kanälen kaufen, die auf Twitter und Facebook und in den Kommentarspalten von Online-Medien automatisch Texte verbreiten. Über einfache Schnittstellen kann man so viele Bots auf einmal steuern und sie leicht mit Textbausteinen versorgen, die verbreitet werden sollen.

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland ist davon überzeugt, dass von Social Bots und Fake News eine reale Gefahr ausgeht. Bei einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov stimmten 44 Prozent der Aussage „voll und ganz“ und 40 Prozent „eher“ zu, dass Fake News die Wahlen beeinflussen können. Nur 9 Prozent waren der Meinung, dass Fake News „eher nicht“, oder „ganz und gar nicht“ (2 Prozent) Einfluss haben auf die Bundestagswahlen. Dass Populisten aufgrund von Fake News an Zustimmung gewinnen, glauben 40 Prozent „voll und ganz“, 37 Prozent „eher“ (10 Prozent „eher nicht“, 4 Prozent „ganz und gar nicht“).

Inwieweit und ob überhaupt Social Bots tatsächlich Auswirkungen auf die öffentliche Meinung haben, darüber gibt es noch keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Das Büro für Technikfolgenabschätzung ist eine wissenschaftliche Einrichtung zur Beratung des Bundestags. Es lässt seit Oktober 2016 die gesellschaftliche und politische Relevanz von Social Bots untersuchen.

Medienforscher vermuten, dass der Einfluss von Bots eher indirekt sein könnte, indem sie Journalisten und Politikern Meinungstrends vorgaukeln, die diese wiederum in ihrer Berichterstattung oder ihrer Politik beeinflussen. Aber sie können laut Medienforschern vermutlich die Gesellschaft polarisieren, Spannungen verstärken und Risse zwischen gesellschaftlichen Gruppen verstärken.

Ansgar Kellner ist Informatiker am Institut für Systemsicherheit der TU Braunschweig. Er beschäftigt sich mit der Erkennung von Social Bots und ist an einem BMBF-geförderten Projekt namens „Propstop“ beteiligt. Das Ziel: Social Bots erkennen und ausschalten. „Viele Bots verraten sich durch bestimmte Merkmale “, sagt Kellner. Programme, die ununterbrochen, auch nachts, Meldungen senden, seien simpel zu erkennen. „Manche aber simulieren Nacht-Wach-Zyklen, um so realistischer zu wirken.“ Er hofft, am Ende einmal ein System zu haben, das letztlich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angeben kann, ob es sich um einen Bot handelt oder nicht. Dieses System könnte Moderatoren von Diskussionsforen dabei unterstützen, Propaganda-Bots herauszufischen und zu sperren.

Das Problem: Social Bots sind nicht verboten, es gibt keinerlei Regulierung durch den Gesetzgeber. Immerhin haben die deutschen Parteien verkündet, im Wahlkampf keine Propaganda-Roboter einsetzen zu wollen, um mit Fake News Verwirrung zu stiften. Doch das bleibt freiwillig. Die Grünen haben eine Anmeldepflicht für Social Bots gefordert. Die Unionsfraktion brachte eine Kennzeichnungspflicht ins Spiel. 

Nach Meinung von Harald Rau braucht es jedoch keine „Fake-News-Polizei“. „Was wir  brauchen ist mehr Medienkompetenz und selbstbewusstere Medien“, sagt Rau.

Erschwert wird die Debatte dadurch, dass selbst hochrangige Politiker wie US-Präsident Donald Trump Falschmeldungen verbreiten und ihrerseits die Medien als Verbreiter von Fake News bezichtigen. Dies erzeugt zusätzlich ein Klima der Unsicherheit.

Worauf kann der Bürger noch vertrauen, worauf soll er seine Meinung stützen? Wie gehen die klassischen Medien damit um? Und wie gefährlich sind diese Entwicklungen für unsere Demokratie? Kommen Sie zu unserer Veranstaltung und diskutieren Sie mit uns über diese Fragen.

Referenten

Prof. Dr. Monika Taddicken
Prof. Dr. Monika Taddicken
Institut für Sozialwissenschaften, TU Braunschweig


Ihr Statement:
„Welchen Einfluss die sog. Fake News tatsächlich auf die öffentliche Meinung insgesamt haben, ist noch unzureichend erforscht. Und weiterhin wissen wir auch nicht, welche Wirkung Maßnahmen im Kampf gegen diese Fake News entfalten werden bzw. würden.“

Prof. Dr. Harald Rau
Prof. Dr. Harald Rau
Institut für Medienmanagement, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Salzgitter


Sein Statement:
"Brauchen wir eine Fake-News-Polizei? Nein. Wir brauchen mehr Medienkompetenz."

Dr. Ansgar Kellner
Dr. Ansgar Kellner
Institut für Systemsicherheit, TU Braunschweig


Sein Statement:
"Medienkompetenz ist der Schlüssel zum Schutz der modernen Demokratie. Das Erkennen von Social Bots und Fake News ist ein elementarer Teil davon."

www.propstop.de

Moderator

Jens Lubbadeh (Foto: ©privat)
Jens Lubbadeh
Wissenschaftsjournalist

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